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anni.care – der einfachste Weg zu Hilfsmitteln

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Ein Arzt sitzt vor seinem Laptop und füllt eine Verordnung für ein Hilfsmittel aus.

Alles zur Verordnung von Hilfsmitteln auf Rezept

In diesem Artikel erfahren Sie, wozu Sie eine Verordnung für Hilfsmittel benötigen und worauf Sie bei einem gültigen Rezept achten sollten.

Was ist ein Rezept?

Das Rezept ist eine schriftliche Verordnung Ihres Arztes. Das Rezept berechtigt den Patienten oder die Patientin zu einer gewissen Sachleistung. Das können Medikamente, Hilfsmittel oder Dienstleistungen wie eine Physiotherapie sein.

Welche Arten von Hilfsmitteln gibt es?

Grundsätzlich sollten Sie wissen, dass in der Praxis zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln unterschieden wird. Folgend finden Sie eine kurze Erklärung zu den Unterschieden zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln.

Hilfsmittel

Hilfsmittel für Senioren und Seniorinnen oder andere eingeschränkte Personen werden bei Krankheit oder Behinderung von einem Arzt bzw. einer Ärztin verordnet. Die Kosten für Hilfsmittel werden von der Krankenkasse übernommen, wofür ein gültiges Rezept vorhanden sein muss. Hilfsmittel sollen den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern, einer Behinderung vorbeugen oder eine schon bestehende Behinderung ausgleichen.

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sollen die Pflege erleichtern, die Beschwerden von Pflegebedürftigen lindern oder Pflegebedürftigen zu einer selbstständigeren Lebensführung verhelfen. Pflegehilfsmittel werden per Antrag von der Pflegekasse bewilligt und brauchen deshalb keine Verordnung. Ein vom Arzt ausgestelltes Rezept kann hierbei allerdings den Pflegehilfsmittel-Bedarf untermauern. Die Grundvoraussetzung, um Leistungen aus der Pflegekasse zu beziehen, ist ein gültiger Pflegegrad. Sofern dem Antrag stattgegeben wird, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für die beantragten Pflegehilfsmittel anteilig.

Da Pflegehilfsmittel nicht verordnet werden müssen, beziehen sich die folgenden Informationen ausschließlich auf Hilfsmittel. Außerdem variiert die Kostenübernahme für privat Krankenversicherte.

Das GKV-Hilfsmittelverzeichnis

Das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen ist ein Verzeichnis, in das alle Hilfsmittel aufgenommen werden, die vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen geprüft und zugelassen wurden. Sofern ein Hilfsmittel im GKV-Hilfsmittelverzeichnis gelistet wurde, besteht für jeden Versicherten ein Recht auf eine Versorgung mit den gelisteten Produkten, sofern die medizinische Notwendigkeit vorliegt. Zusätzlich muss die Versorgung ausreichend und wirtschaftlich sein. Sie finden die aktuelle Version des GKV-Hilfsmittelverzeichnisses hier.

Der Verordnungs- & Kostenübernahmeprozess für Hilfsmittel

Im Folgenden haben wir versucht, den typischen Prozess der Verordnung und Kostenübernahme darzustellen. In Einzelfällen kann die Versorgung mit Hilfsmitteln von den unten genannten Schritten abweichen.

  1. Sie besuchen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin mit einem konkreten Leiden, für das Sie sich Hilfe wünschen würden.
  2. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin untersucht Sie und stellt fest, dass ein gesundheitliches Problem vorliegt.
  3. Sofern ein Hilfsmittel Sie bei der Heilung unterstützen oder das Problem ausgleichen kann, bekommen Sie eine Verordnung in Form eines Rezeptes. Aus diesem Rezept soll hervorgehen, welches Hilfsmittel nötig ist und warum eine Versorgung notwendig ist.
  4. Sie beantragen die Kostenübernahme des Hilfsmittels schriftlich bei Ihrer Krankenkasse oder besuchen ein Sanitätshaus Ihrer Wahl. Bei der Wahl eines passenden Sanitätshauses ist es allerdings wichtig, dass Ihr Sanitätshaus einen gültigen Versorgungsvertrag mit Ihrer Krankenkasse abgeschlossen hat.

Was sollte beim Arztbesuch beachtet werden?

Das Wichtigste bei der Ausstellung des Rezepts ist, dass die medizinische Notwendigkeit des Hilfsmittels daraus hervorgeht. Ein gültiges Rezept sollte möglichst präzise ausgefüllt werden und im Optimalfall folgende Informationen enthalten:

  • Diagnose
  • Datum
  • Notwendiges Hilfsmittel (eventuell inklusive Hilfsmittelnummer)
  • Begründung der Notwendigkeit
  • Anzahl

Einige Ärzte und Ärztinnen stellen aufgrund des sogenannten „ärztlichen Budget“ ungern Rezepte aus. Dieses soll überwachen, dass Ärztinnen und Ärzte notwendige Heilmittel nur in sachgemäßem Umfang verschreiben. Allerdings werden Hilfsmittel nicht in dieses Budget mit eingerechnet und können gänzlich nach der medizinischen Notwendigkeit gerichtet werden. Weisen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bei Bedarf deshalb unbedingt darauf hin, dass Hilfsmittel das ärztliche Budget nicht beeinflussen.

Bei Rezepten für Hör- und Sehhilfen gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Nähere Informationen dazu finden Sie hier. 

Welche Kostenträger können sonst noch für eine Kostenübernahme von Hilfsmitteln in Frage kommen?

Im Einzelfall kann es vorkommen, dass die Kranken- oder Pflegekasse die Kosten einer Versorgung nicht übernehmen möchte. Dann können aus unterschiedlichsten Gründen auch andere Kostenträger in Frage kommen. Dazu zählen die Rentenversicherung, die Unfallversicherung, das Sozialamt oder die Arbeitsagentur.

Hilfsmittel können von jedem Arzt bzw. jeder Ärztin verordnet werden. Wichtig ist dabei, dass der Arzt bzw. die Ärztin die medizinische Notwendigkeit des Hilfsmittels feststellt. Dann kann ein gültiges Rezept für das notwendige Hilfsmittel ausgestellt werden.

Verordnungsfähig sind alle Hilfsmittel, die im GKV-Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind. Für gelistete Hilfsmittel haben gesetzlich Versicherte unter Umständen einen Anspruch auf Kostenübernahme.

Die Kosten für Hilfsmittel, die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschrieben wurden, trägt in der Regel die Krankenkasse. Die Kosten für Pflegehilfsmittel zahlt in der Regel die Pflegekasse, sofern ein gültiger Pflegegrad vorliegt.

Das GKV-Hilfsmittelverzeichnis ist eine Übersicht über die Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel, die unter die Leistungspflicht der gesetzlichen Versicherungen fallen und somit erstattungsfähig sind.

Der Hilfsmittelkatalog gibt eine Übersicht über jene Hilfsmittel, die von der privaten Krankenversicherung erstattet werden können.

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