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anni.care – der einfachste Weg zu Hilfsmitteln

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Ein barrierefreies Badezimmer mit Haltegriffe

Haltegriffe und andere Hilfsmittel erleichtern den Ausstieg aus Dusche bzw. Badewanne

Wenn die Dusche bzw. Badewanne nicht barrierefrei zugänglich ist und keine Haltegriffe verbaut sind, kann die regelmäßige Körperhygiene schnell zur Herausforderung werden. Ein zu hoher Duscheinstieg oder ein feuchter Boden können außerdem zur Stolperfalle werden und damit zu Stürzen führen. Die passenden Hilfsmittel fürs Badezimmer helfen dabei, die Gefahren im Bad zu minimieren und damit eine sichere Körperhygiene zu ermöglichen. In diesem Artikel wollen wir Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, um mit einfachen Hilfsmitteln den Ausstieg aus der Badewanne bzw. Dusche zu erleichtern.

Haltegriffe fürs Badezimmer

Feuchte Fliesen können dazu führen, dass Personen ausrutschen. Insbesondere für Seniorinnen und Senioren kann dies zum Verhängnis werden und schwere Verletzungen nach sich ziehen. Haltegriffe im Bad können die Sturzgefahr drastisch mindern, unterstützen beim sicheren Stehen und verringern damit auch die Angst vor Stürzen. Das führt nicht nur zu einer erhöhten Eigenständigkeit, sondern auch zu einem besseren Gefühl bei der Benutzung des Badezimmers.

Haltegriffe fürs Badezimmer gibt es in unterschiedlichen Formen. Es gibt unterschiedliche Haltegriffe für die Badewanne, Haltegriffe für die Dusche und Haltegriffe für die Toilette. Die günstigsten Modelle starten bei knapp 30 Euro und können je nach Material bis weit über 100 Euro kosten. Die meisten Haltegriffe sind heutzutage aus Kunststoff, Edelstahl oder Chrom gefertigt.

Einige Voraussetzungen zur Nutzung gibt es allerdings doch. Der Nutzer oder die Nutzerin sollte noch genug Kraft in den Armen haben, um sich ausreichend festhalten zu können. Außerdem sollten die Haltegriffe an passenden Stellen im Bad montiert werden, eine ausreichende Gewichtsbelastung bzw. Tragfähigkeit besitzen und auch bei starker Nutzung nicht nachgeben.

Haltegriffe für die Badewanne

Haltegriffe in der Badewanne sollten nicht nur den Ein- und Ausstieg, sondern auch das Hinsetzen und Aufstehen in der Badewanne unterstützen. Dazu gibt es zum einen die Möglichkeit mehrere Griffe an Stellen anzubringen, die gut für die Person erreichbar sind. Eine andere Möglichkeit sind abgewinkelte Badewannengriffe, die durch Winkel und Position beide Bewegungen (Aufstehen und Aussteigen) unterstützen und je nach Modell auch um die Wanne führen. Speziell für Badewannen kann außerdem eine Badewannen-Einstiegshilfe am den Wannenrand angebracht werden. Diese ermöglicht, ergänzt durch einen Haltegriff an der gegenüberliegenden Wand, die maximale Sicherheit beim Ein- und Ausstieg der Badewanne.

Haltegriffe für die Dusche

Als Unterstützung beim Duschen eignen sich so gut wie alle Griffe. Wichtig dabei ist nur, dass die Haltegriffe dem Nutzer ein sicheres Gefühl vermitteln und beim Ein- und Ausstieg unterstützen. Zusätzlich sollten die Griffe angenehm erreichbar sein und das natürliche Bewegungsmuster nicht ändern. Wenn ein Griff an einer unpassenden Stelle montiert und die natürliche Bewegung beeinflusst wird(z.B. durch einen zu großen Abstand), dann kann das einen Sturz sogar begünstigen. Haltegriffe sollten unter Einbezug der Person mit Pflegebedarf montiert werden, damit der Griff das natürliche Bewegungsmuster unterstützt.

Haltegriffe mit Saugnapf

Viele Leute denken, dass die Installation von Haltegriffen aufwendig ist. Heutzutage gibt es aber schon Lösungen, die eine Montag von Haltegriffen ohne Bohren ermöglicht. Die zwei gängigsten alternativen Montagewege sind entweder per Klebefläche oder per Saugnapf. Damit können die Haltegriffe im Bad ohne Bohren angebracht werden. Die Tragkraft der Haltegriffe mit Saugnapf ist in der Regel geringer als bei jenen die per Bohren mit der Wand verbunden werden. Moderne Haltegriffe mit Saugnapf sind aber in der Regel stabil genug für die meisten Personen. Es sollte auf eine korrekte Montage geachtet und die Tragkraft regelmäßig überprüft werden.

Haltegriffe für die Toilette und das Waschbecken

Für die vereinfachte Nutzung der Toilette und des Waschbeckens können sogenannte Stützgriffe zum Einsatz kommen. Diese sollen das volle Körpergewicht des Betroffenen tragen und müssen daher fest montiert werden. Eine Montage per Ankleben oder per Saugnapf ist für Stützgriffe nicht möglich. Kann der Stützgriff zusätzlich eingeklappt werden, so spricht man von einem Stützklappgriff. Diese Stützklappgriffe sind nicht nur platzsparend, sondern bei NutzerInnen eines Rollstuhls sogar notwendig. Nur durch das Wegklappen auf einer Seite der Toilette wird ein sicheres Umsetzen vom Rollstuhl auf den Toilettensitz möglich.

Trittstufen

Zusätzlich zu Haltegriffen können Trittstufen dazu genutzt werden, den Einstieg in Badewanne und Dusche zu erleichtern. Trittstufen sind insbesondere dann zu empfehlen, wenn noch kein Badumbau stattgefunden hat und die Schwellen zu hoch für den Betroffenen bzw. die Betroffene sind.

Rutschfeste Matten

Die glatte Oberfläche der Badewanne bzw. Dusche in Kombination mit Wasser und Seife führt während des Duschens zu einer stark erhöhten Sturzgefahr. Um ein Rutschen zu verhindern, können hier rutschfeste Matten, Anti-Rutsch-Aufkleber oder eine grobkörnige Beschichtung der Wanne helfen. Alle Hilfen können wieder entfernt werden und hinterlassen keine Rückstände an der Dusche bzw. Badewanne.

Badewannenlifter

Es kann sein, dass die oben angeführten Hilfsmittel nicht ausreichen, um eine sichere Nutzung des Badezimmers zu ermöglichen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Person stark in Ihrer Bewegung eingeschränkt ist. Ein Badewannenlifter besitzt die Form eines Stuhls und ermöglicht per Knopfdruck das Heben und Absenken einer Person in der Badewanne. Badewannenlifter minimieren nicht nur das Sturzrisiko, sondern sind gleichzeitig die komfortabelste Art die Badewanne zu nutzen. Je nach Modell sind Lifter schwenkbar und bieten teilweise eine Dreh- und Übersetzhilfe für einen zusätzlich vereinfachten Einstieg.

Badumbau

Im Zuge eines Badumbaus können viele der Gefahren im Bad beseitigt werden. So können eine ebenerdige Dusche oder eine Badewanne mit Tür die Gefahr beim Waschen minimieren. Zusätzlich können fest verbaute Halte- und Stützgriffe für die notwendige Unterstützung eingeplant werden. Der Einbau einer höheren Toilette kann einen Stützgriff sogar überflüssig machen. Sollte es sich bei dem genutzten Wohnraum nicht um ein Eigenheim handeln, so müssen bauliche Veränderungen mit dem Vermieter abgestimmt werden. Zusätzlich übernimmt die Pflegekasse sogar einen Teil der Kosten für den Badumbau. Voraussetzung dafür ist aber ein bestehender Pflegegrad.

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