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ANNI – die digitale Hilfsmittel-Beratung

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Eine Frau geht mit einem passenden Rollator auf der Straße

Rollator auf Rezept oder selbst kaufen? – Alles über den Rollator

Was ist ein Rollator?

Der Rollator ist eine gängige Gehhilfe und eines der bekanntesten Hilfsmittel der heutigen Zeit. Er besteht aus einem Rahmen mit vier Rädern, der durch zwei Handgriffe geschoben werden kann. Primär werden Rollatoren dazu eingesetzt, die Mobilität der Nutzerin bzw. des Nutzers zu gewährleisten. Für viele Personen ist der Rollator eine notwendige Unterstützung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und selbstbestimmt zu leben. Der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit spielt für Menschen aller Altersstufen eine große Rolle. Die selbstständige Mobilität ist dabei ein Schlüsselfaktor.

Wann ist ein Rollator sinnvoll? Ab wann sollte ein Rollator genutzt werden?

Ein Rollator ist dann sinnvoll, wenn die Muskelkraft und Belastbarkeit des Nutzers bzw. der Nutzerin ein eigenständiges Gehen erschwert. Gründe dafür können u.A. Operationen oder Erkrankungen sein. Die Verwendung des Rollators sorgt dafür, dass der Nutzer bzw. die Nutzerin trotz Bewegungseinschränkung in Bewegung bleibt und damit die Muskulatur vor dem Abbau schützt. In der Regel stellt Ihre Ärztin oder ihr Arzt fest, dass ein Rollator erforderlich ist. Bei längerfristig anhaltenden Schwierigkeiten beim Gehen sollten Sie in jedem Fall eine medizinische Einschätzung einholen.

Welche Rollatoren gibt es?

Standard-Rollator

Der klassische Standard-Rollator ist sehr robust und besitzt einen Rahmen aus Aluminium oder Stahl. Viele Modelle besitzen einen Einkaufskorb oder einen Rückengurt. Der große Nachteil eines Standard-Rollators ist das hohe Gewicht. Modelle, welche von der Krankenkasse übernommen werden, wiegen in der Regel 10 Kilogramm oder mehr. Für kürzere Strecken oder zuhause ist der Standard-Rollator eine gute Wahl. Für längere Strecken sowie bei regelmäßigem Anheben oder Verladen bieten Leichtgewicht-Rollatoren allerdings einen wesentlich höheren Komfort.

Leichtgewicht-Rollatoren

Der Rahmen der meisten Leichtgewicht-Rollatoren besteht entweder aus Carbon oder Aluminium. Trotz des niedrigen Gewichts von etwa 7 Kilogramm sind Leichtgewicht-Rollatoren sehr belastbar (in der Regel bis zu 150 Kilogramm) Besonders Carbon-Rollatoren zeichnen sich durch ein besonders niedriges Gewicht aus. Einige Modelle können für einen vereinfachten Transport auch zusammengeklappt werden. Durch das geringe Gewicht sind nicht nur längere Strecken, sondern auch Bordsteinkanten und andere Hindernisse einfacher zu meistern.

Rollatoren für zuhause

Sogenannte Indoor-Rollatoren sind spezielle Rollatoren, die für eine Nutzung in Innenräumen konzipiert wurden. Rollatoren für die Wohnung haben im Vergleich zu Standard- und Leichtgewicht-Modellen kleinere Reifen und sind deshalb nicht für die Nutzung im Außenbereich geeignet. Rollatoren für zuhause erhöhen nicht nur die Sicherheit des Nutzers bzw. der Nutzerin. Viele Rollatoren haben auch ein  eingebautes Tablett, womit Gläser und Teller bequem transportiert werden können.

Outdoor-Rollatoren

Gelände-Rollatoren haben spezielle Reifen, die den Einsatz in der Natur und abseits von asphaltierten Wegen erleichtern. Die Reifen sind breiter, größer und im Vergleich zum Standard-Modell robuster. Die größeren Reifen machen Spaziergänge in der Natur angenehmer, weil damit größere Steine oder Wurzeln einfach überwunden werden können. Hersteller setzen bei Outdoor-Rollatoren auf unterschiedliche Bauweisen, die beispielsweise eine schmalere Spurbreite der Vorder- oder Hinterräder besitzen. Dadurch wird das Fortkommen auf unebenen Untergründen zusätzlich erleichtert und Hindernisse können einfach überwunden werden.

Spezial-Rollatoren

Neben den gängigen Rollatoren-Modellen gibt es noch Spezial-Rollatoren, die auf die Bedürfnisse einiger Zielgruppen abgestimmt sind. So gibt es beispielsweise spezielle Rollatoren für besonders große Menschen oder XXL-Rollatoren, die auf Belastungen über 150 Kilogramm ausgelegt sind. XXL-Rollatoren sind zusätzlich breiter gebaut als Standard-Modelle und ermöglichen so auch übergewichtigen Menschen das Rasten auf dem dafür vorgesehenen Sitz.

Auch für andere Krankheitsbilder wie Arthritis oder Parkinson gibt es heutzutage spezielle Rollatoren, die auf die jeweilige Symptomatik der Krankheit abgestimmt sind. Für Kinder und Jugendliche bieten einige Hersteller zusätzlich zu den sonstigen Spezial-Rollatoren auch kleinere Rollatoren. Die Rollatoren für Kinder und Jugendliche sind nicht nur kleiner, sondern auch bunter gestaltet und bieten eine höhere Bandbreite bei der Höhenanpassung.

Welcher Rollator passt zu mir?

Bei der Auswahl des passenden Rollators gibt es einige Kriterien zu beachten, um eine passende Auswahl zu treffen. Wichtig sind die Tragfähigkeit des Rollators sowie eine einfache Handhabung. Je nach Verwendungszweck gibt es unterschiedliche Modelle, die beispielsweise eher für Innenräume, die Nutzung auf Asphalt oder anderen Untergründen konzipiert sind. Ein weiteres wesentliches Entscheidungskriterium bei der Wahl des passenden Rollators sind Größe und Gewicht der Person, die den Rollator nutzen soll.

ANNI hilft Ihnen im Zuge der Beratung zu den perfekten Hilfsmitteln auch dabei, den passenden Rollator für Ihre individuelle Situation zu finden. Dabei werden nicht nur individuelle Umstände und Krankheitsbilder, sondern auch Wünsche und Präferenzen berücksichtigt.

Welcher Rollator für welche Körpergröße?

Heutzutage sind die meisten Rollatoren-Modelle bereits höhenverstellbar. Sie sollten deshalb bei der Wahl des passenden Rollators darauf achten, dass sich das gewählte Modell auf die Körpergröße der Nutzerin bzw. des Nutzers anpassen lässt. Sollte der Rollator nicht an die Körpergröße angepasst werden, dann kann dies mittelfristig zu Problemen mit dem Rücken und dem Gang führen.

Insbesondere sehr große, besonders kleine oder übergewichtige Menschen sollten zu speziell auf die Bedürfnisse angepassten Modellen greifen.

Wer zahlt einen Rollator?

Bei medizinischer Notwendigkeit werden Rollatoren von einer Ärztin oder einem Arzt verschrieben. Mit einer ärztlichen Verordnung bzw. einem Rezept werden die Kosten für ein Standard-Modell großteils von der Krankenkasse übernommen. Sollten Sie sich für ein Modell entscheiden, das nicht vollständig von der Kasse übernommen wird, so müssen Sie nur die Differenz zum von der Kasse festgelegten Übernahmebetrag bezahlen.

Was kostet ein Rollator?

Die günstigsten Rollatoren sind Standard-Modelle. Diese sind ab ungefähr 90 Euro zu erwerben. Die Leichtgewicht- und Premium-Modelle kosten in der Regel ab 190 Euro. Sonderanfertigungen können preislich noch weit darüber liegen. Es ist allerdings zu empfehlen, bei der Anschaffung eines Rollators nicht übermäßig zu sparen, wenn es nicht zwingend notwendig ist. Qualitative Modelle können viele Jahre genutzt werden und machen die Nutzung wesentlich angenehmer.

Was kostet ein Rollator auf Rezept?

Die Krankenkasse trägt für einen Rollator in Standardausführung die notwendigen Kosten. Die Nutzerin bzw. der Nutzer muss lediglich einen Selbstbehalt entrichten. Grundvoraussetzung für eine anteilige Kostenübernahme durch die Kasse ist eine gültige Verordnung. Viele NutzerInnen entscheiden sich trotzdem für ein höherpreisiges Modell, da diese oftmals leichter und angenehmer in der Handhabung sind. Die Differenz der Aufzahlung muss von der Nutzerin bzw. dem Nutzer selbst getragen werden.

Wer verschreibt einen Rollator?

Die erste Anlaufstelle ist, wie in allen gesundheitlichen Belangen, auch bei der Beschaffung eines Rollators der Hausarzt. Dieser muss zunächst die medizinische Notwendigkeit einer Gehhilfe feststellen, bevor er für diese eine Verordnung ausstellen kann. Teilweise wird auch von Hausärzten an einen Facharzt (z.B. Orthopäden) überwiesen. Sie sollten darauf achten, dass die Verordnung in jedem Fall ein gültiges Ausstellungsdatum und eine gültige Hilfsmittelnummer für die Obergruppe besitzt. Hilfsmittelnummern für die Obergruppe erkennen Sie am Format, da sie immer von sieben Ziffern dargestellt werden. Das zusätzliche Freifeld zur Diagnose ist zwar kein Pflichtfeld, erleichtert aber die Abrechnung mit der Krankenkasse. Sollte das Rezept nicht die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, kann die Kasse die Übernahme ablehnen und Sie müssen erneut die Praxis Ihres Arztes aufsuchen.

Wie bekomme ich einen Rollator?

Für die Beschaffung eines Rollators können Sie zwei unterschiedliche Wege wählen. Zunächst müssen Sie entscheiden, ob ANNI Ihnen dabei helfen soll, einen passenden Rollator zu finden. ANNI unterstützt Sie dabei nicht nur bei der Auswahl des passenden Rollators, sondern auch bei der Einholung einer Verordnung und bei der Suche nach einem passenden Sanitätshaus in Ihrer Nähe.

Der Beschaffungsprozess eines Rollators mit ANNI

  1. Im ersten Schritt sollten Sie die Beratung zu Rollatoren bei ANNI durchlaufen. Das können Sie zu jeder Zeit und überall machen. Die einzige Voraussetzung ist eine bestehende Verbindung zum Internet.
  2. Wenn Sie den passenden Rollator für Ihre individuelle Situation gefunden haben, können Sie die von ANNI bereitgestellte Verordnungs-Vorlage zum Arzt mitnehmen. Nach Feststellung der medizinischen Notwendigkeit stellt der Arzt ein gültiges Rezept aus.
  3. Im nächsten Schritt können Sie ein von ANNI zertifiziertes Partner-Sanitätshaus in Ihrer Nähe finden. Diesem können Sie einfach per Foto-Upload das Rezept bereits vorab zur Verarbeitung bereitstellen.
  4. Das Sanitätshaus bearbeitet Ihre Bestellung und gibt Ihnen Bescheid, sobald Ihre Krankenkasse einer Übernahme zustimmt. Sie müssen dann nur noch ins Sanitätshaus kommen, Ihren Wunschrollator testen und mit nach Hause nehmen. Optional ist auch eine Lieferung an eine von Ihnen festgelegte Adresse möglich.

Sollten Sie sich gegen eine Nutzung von ANNI entscheiden, so müssen sie eventuell weitere Wege in Kauf nehmen, weil leider nicht jedes Sanitätshaus mit allen Kassen kooperiert. Bei der Beschaffung eines Rollators ohne ANNI sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Denken Sie daran, vorab im Sanitätshaus anzurufen und nachzufragen, ob ein Abrechnungsvertrag mit der gewünschten Krankenkasse besteht.
  • Sie können sich auch telefonisch informieren, ob das gewählte Modell vor Ort lagernd ist.
  • Falls Sie sich vor Ort beraten lassen, kann ein erneuter Besuch des Hausarztes notwendig sein, um Verordnungen einzuholen.

Wie stelle ich meinen Rollator richtig ein?

Sie sollten Ihren Rollator beim Kauf gemeinsam mit der Fachkraft aus dem Sanitätshaus einstellen. Sollten Sie Ihren Rollator dennoch eigenständig einstellen wollen, so beachten Sie folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Stellen Sie sich aufrecht so nahe wie möglich an Ihren Rollator.
  2. Lassen Sie Ihre Arme frei am Körper hängen.
  3. Stellen Sie beide Haltegriffe auf die Höhe Ihrer Handgelenke ein. Wichtig ist, dass beide Haltegriffe auf gleicher Höhe sein sollten.
  4. Wenn Sie den Rollator nun an den dafür vorgesehenen Haltegriffen greifen, sollten Ihre Arme leicht angewinkelt sein.

Die korrekte Konfiguration des Rollators erleichtert nicht nur die Nutzung, sondern beugt auch Fogleerkrankungen und einem falschen Gangbild vor.

Welches Zubehör gibt es für meinen Rollator?

Wie bereits eingangs beschrieben gibt es je nach Hersteller unzählige Zubehör- und Erweiterungsmöglichkeiten für Rollatoren. Diese sind teilweise im Lieferumfang enthalten, andere Zubehör-Artikel wiederum müssen zusätzlich angeschafft werden. Das gängigste Zubehör für Rollatoren finden Sie in folgender Tabelle:

Bezeichnung des ZubehörsBeschreibung
StockhalterungenMit einer Stockhalterung muss nicht auf einen zusätzlich genutzten Gehstock verzichtet werden. Dieser kann einfach an den Rollator angebracht und bei Bedarf abgenommen werden.
RückengurteDer Rückengurt wird zwischen die beiden Griffe des Rollators gespannt und damit zu einer bequemen Rückenlehne. Damit kann durch die Hilfe von Rückengurten die Auflagefläche des Rollators genutzt werden, um auf längeren Strecken kurze Pausen einzulegen.
Einkaufskörbe / EinkaufstaschenEinkaufskörbe oder -taschen ermöglichen den einfachen Transport von Waren und anderen Gütern am Rollator.
Schirme für RollatorenWenn Rollatoren oftmals an der frischen Luft genutzt werden, kann ein Schirm vor übermäßiger Sonneneinstrahlung oder Regen schützen.
TablettsMit Hilfe von Tabletts können Waren und Geschirr einfach transportiert werden. Außerdem kann der Rollator somit zum mobilen Tisch umfunktioniert und genutzt werden. Die Tabletts werden direkt am Rollator befestigt.
LED-LampenWenn der Rollator auch nachts außerhalb der eigenen vier Wände genutzt werden soll, so kann mit LED-Lampen am Rollator jeder Weg erhellt und damit die Sicherheit der Nutzerin bzw. des Nutzers erhöht werden.
EinhandbremsenBei einigen Krankheitsbildern lässt die Muskelkraft nach oder erlaubt nur noch die einseitige Benutzung der Handbremse. Dazu wurden spezielle Einhandbremsen entwickelt, bei denen wenig Kraft in nur einer Hand den Rollator zum vollständigen Stillstand bringen lassen kann.
Rollatorengaragen / -überzügeSollte der Rollator im Außenbereich gelagert werden, so empfiehlt sich die Nutzung eines Rollatoren-Überzuges, einer Rollatoren-Haube oder einer Rollatoren-Garage. Damit ist der Rollator nicht nur vor Wind und Wetter, sondern auch vor Diebstahl und Vandalismus geschützt.

Um pflegenden Angehörigen die Auswahl der passenden Hilfsmitteln zu erleichtern wurde ANNI entwickelt. Mit der digitalen Beratung zu (Pflege-)Hilfsmitteln können sich Angehörige von Seniorinnen und Senioren mit Pflegebedarf informieren. Die Beratung ist zu 100% kostenlos und für Versicherte aller Kassen zugänglich.

Probieren Sie es doch jetzt aus und lassen Sie sich von ANNI beraten!

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